Feine Hilfen: Interview mit Frédéric Pignon

Schwerpunktthema: Die Basis am Boden

Wer sein Pferd später fein reiten möchte, muss sein Jungpferd erst mal am Boden darauf vorbereiten. Und auch Pferde, die verletzt waren und wieder antrainiert werden müssen, oder ältere Pferde, sowie Pferde im Training, die einfach mal Abwechslung brauchen, sollten regelmäßig am Boden gymnastiziert werden. Im zweiten Teil der FEINE HILFEN Ausbildungsserie, haben deshalb alle Autoren ihren Fokus auf die vorbereitende Arbeit des Jungpferdes vor dem Anreiten gelegt. Dabei geben sie auch Tipps für den täglichen Umgang am Boden, für das Longieren und die Handarbeit. Diese gelten für Pferde aller Alters- und Ausbildungsstufen.

Wie immer in den FEINE HILFEN Bookazins äußern sich auch dieses Mal wieder Autoren unterschiedlicher Ausbildungsstile. So finden sich Unterschiede ebenso wie Parallelen aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten: z.B. sind sich alle für das Bookazin befragten Experten einig, dass ein Pferd bevor es geritten werden kann, am Boden auf seine Aufgabe als Reitpferd vorbereitet werden muss. Durch diese Arbeit wird nicht nur die Muskulatur gestärkt, sondern auch das Vertrauen zum Menschen, das für eine harmonische Beziehung und somit für Reiten in Leichtigkeit so unentbehrlich ist.

Für die kommende Ausgabe der FEINE HILFEN  befragte ich Frédéric Pignon am Telefon zum Thema des aktuellen Heftes und dazu, welche Trainingsphilosophie der Arbeit von ihm und seiner Frau zugrunde liegt. Frédéric Pignon und seine Frau Magali Delgado stehen für feinste Kommunikation mit dem Pferd und pferdegerechtes Horsemanship. Oberstes Ziel von beiden ist, eine funktionierende Kommunikation zwischen Mensch und Pferd zu entwickeln. Ist dieser Grundstein gelegt, sorgt das für eine harmonische Zusammenarbeit im Sinne des Pferdes.


Interview (Auszug)

Feine Hilfen: Was stellt für Sie die Basis für die Arbeit mit dem Pferd dar?

Frédéric Pignon: Vor allem anderen arbeiten wir an unserer Beziehung zum Pferd. Das heißt, bevor wir irgendeine technische Methode anwenden, müssen wir zunächst eine Bindung herstellen – eine Beziehung etablieren, in der wir uns gegenseitig vertrauen. Das ist für mich die allererste Etappe.

Feine Hilfen: Sie beginnen also immer am Boden mit der Arbeit? 

Pignon: Ja. Mit einem neuen jungen Pferd in unserem Team arbeiten wir zunächst einmal etwa 6 Monate nur an den Basics: Wir bauen Vertrauen auf, wir zeigen ihm, dass es mit uns mitkommen kann und dass wir echt nett sind. Wir arbeiten also zuerst wirklich nur an unserer Beziehung und an einer starken Bindung. Auch wenn das Pferd schon geritten wurde, starten wir mit diesen Basics und wir erwarten erst mal so gut wie gar nichts. Wir wollen das Pferd kennen lernen und dafür sorgen, dass das Pferd uns kennenlernt.


Wenn Ihr meine weiteren Fragen und Frederic Pignons Antworten darauf lesen wollt, dann könnt Ihr das aktuelle Heft ab sofort HIER beim Cadmos-Verlag bestellen.

Besonders freuen könnt Ihr Euch dann auch auf die weiteren spannenden Artikel zum Thema “Die Basis am Boden” insbesondere von Ausbildern und Autoren wie David de Wispelaere, Manolo Oliva, Christin Krischke, Katharina Möller, Dr. Thomas Ritter, Kathrin Brunner-Schwer uvm.