Training

“Die Reitkunst scheint nur Übung zu verlangen. Jedoch ist Übung ohne wahre Grundsätze nichts als Routine, deren Früchte Anstrengung, unsichere Ausführung und falsche Juwelen sein werden, mit denen man die Halbkenner beeindrucken kann.”

François Robichon de la Guérinière

 

Die reiterlichen Grundsätze

von denen der Écuyer du Roi in diesem Kapitel seines Buches über das Training mit Pferden und Reitern schreibt sind:

  • Verständnis für Biomechanik
  • ethologisches Verständnis für das Pferd
  • körperliche Fitness und Schulung der Koordinationsfähigkeit des Reiters
  • Geduld und Liebe im Umgang mit dem Pferd

Seiner Ansicht nach sind nur mit Hilfe dieser Pfeiler der Ausbildung die höchsten Ziele der Reitkunst zu erreichen: Ungezwungenheit, Gleichgewicht und eine schöne Optik. Im Training von Pferden dient die Gymnastizierung dazu, es gesund erhalten und rittiger zu machen.

Als Trainer C für klassisch barocke Reiterei

ist es mir wichtig, in diesem Sinne mit meinen Schülern und ihren Pferden zu arbeiten. Dafür bilde ich mich regelmäßig fort. Eine Liste der Kurse und Fortbildungen, die ich besucht habe, findet Ihr am Ende dieses Artikels. Sie wird ständig aktualisiert. Ich besuche bewusst nicht nur Kurse zum Thema klassische Reitkunst, sondern möchte immer wieder über den Tellerrand schauen, weil ich denke, dass die Wahrheit nicht in einer Theorie alleine liegt und dass jeder Reitschüler genau so wie sein Pferd individuelle Lösungsansätze benötigt. Diese Vorstellung hatte auch François Robichon de la Guérinière- schließlich ist es ihm extrem wichtig gewesen, jedes Pferd als Individuum zu betrachten und im Training auf dessen individuellen Probleme und Vorzüge einzugehen.

Neben dem Besuch von Kursen und Seminaren lese ich alles, was mir zu den Themen Ausbildung, Pferdehaltung, Biomechanik und Pferdefütterung in die Hände kommt. Ihr werdet in Zukunft hier im Blog auch Buchempfehlungen für Euer Training von mir finden. Nachdem ich bis heute schon viele Bücher zu Pferdethemen gewälzt habe, muss ich immer wieder feststellen, dass das Werk von François Robichon de la Guérinière obwohl es schon 1733 erschien, von erstaunlicher Aktualität ist. Damit Ihr diese Einschätzung nachvollziehen könnt, werde ich in regelmäßigen Abständen hier im Blog einige Kapitel seines Werkes für euch erläutern und analysieren.